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Amtsgericht und Landgericht Darmstadt

Bauaufgabe und Lösung

Nun, nach etwa sechzig Jahren erwies sich die Generalüberholung des Gerichtsgebäudes als unumgänglich. Unter denkmalgerechten Aspekten war nicht nur die bauliche Sanierung sondern gleichermaßen die Aktualisierung der Anforderungen in den Bereichen Brandschutz, Fluchtwege, Heizungs-, Sanitär-, Elektro- und Medientechnik, Sicherheitstechnik, Beleuchtung und Barrierefreiheit nutzerspezifisch zu entwickeln und umzusetzen.

Gestaltung:

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Vor Beginn der Sanierungsarbeiten wurde in Abstimmung mit der Denkmalpflege ein konsequentes Farb- und Materialkonzept entwickelt auf Grundlage von Befunden. Hilfreich dabei war eine relativ detaillierte Beschreibung von Materialien und Farben aus der Erbauungszeit. Der glasüberdachte Lichthof erhielt eine abgetönte weiße Raumfassung, gegliedert durch die überarbeiteten naturfarbenen Werksteindetails. Imposant und doch erstaunlich licht und elegant wirkt nun die restaurierte Eingangshalle mit ihrem großartigen Treppenaufgang. Auch die Rundbogen-Arkadengänge, die die Halle einrahmen, sind in gleicher Weise gefasst, erhielten jedoch einen dunkler abgetönten Sockelanstrich, orientiert am ursprünglichen Bestand. Von diesen langen kuppelüberwölbten Fluren mit dem warmen rostroten Linoleumfußboden gelangt man in die Büro- und Sitzungsräume. Auch hier sind die Wandflächen ebenfalls in abgetöntem Weiß gefasst. Die gut erhaltenen Holzvertäfelungen wurden wo notwendig überarbeitet. Auch die historischen, kassettierten Holztüren blieben alle erhalten und sind durch Schalldichtungen ertüchtigt.
Grundsätzliches Gestaltungsziel war, die ursprüngliche und großzügige Ausstrahlung im Gebäudeinneren wieder herzustellen.

Technik:

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Dies Ziel, die anspruchsvolle Architektur mittels möglichst unsichtbarer Lösungen nicht zu beeinträchtigen, setzte innovative Lösungen besonders im Bereich der technischen Aktualisierung und Umsetzung neuer Bestimmungen voraus. Als besondere Herausforderung ist die Verwirklichung der Brandschutz- und Fluchtwegeanforderungen zu nennen.
So ist die geforderte Aufteilung der langgestreckten, offenen Flure in einzelne Brandabschnitte durch die Entwicklung gläserner Brandschutztüren gelungen: diese ermöglichen den Durchblick, ohne die historische Substanz maßgeblich zu verändern.
Störende sichtbare Rauchmelder auf den kuppelgewölbten Decken der Flure sind durch ein Rauchansaugsystem in der Decke ersetzt.
Eine neue Fluchtwegeführung wurde durch teilweise von Raum zu Raum eingebaute Zwischentüren so konzipiert, dass die vorhandene Rhythmik der bauzeitlichen Flurtüren ungestört bleibt.
Ein im Innenhof an das fünfgeschossige Gerichtsgebäude angedockter verglaster Aufzugsturm ermöglicht die barrierefreie Zugänglichkeit.
Die umfangreiche Datenverkabelung für die sehr aufwändige IT-Technik verschwindet störungsfrei in den Büros hinter einer zweiten Schale vor den Außenwänden.
In Zusammenarbeit mit Fachingenieuren wurden innovative Lösungen erarbeitet und denkmalverträglich umgesetzt. » mehr

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